Einleitung Aufbruch Apulien Apulien, der Sporn Apulien 2 KalabrienSizilien 1Sizilien 2 Sizilien 3 Wieder gegen Norden Spanien 1 Die Fallas Portugal Spanien 2 Ostwerts Bettellink |
Weg - wohin egal, Hauptsache Süden Mein Ziel: Wärme, Sonne und weg von Corona-Deutschland Spanien, die erste
Bin angekommen bei Werner, meinem guten Bekannten in Spanien. Erstmal war ich mit allem Möglichen an Kleinmotoren und seinen KFZ beschäftigt, also gibts nicht so viele Bilder.
Zwischendrin
war ich dann in Valencia auf der Fallas, die hat aber eine extra
Seite bekommen.
Auch konnte ich mal den spanischen TÜV besuchen: ITV. Komischerweise ist da kein großer Unterschied und mehr Toleranz gibt es da auch nicht, eher weniger.
Während
ich höre, dass in Deutschland Lebensmittelknappheit herrscht,
mache ich mir aus ein paar Wachteleier mal ein kräftiges Rührei,
statt Speck gibt es dazu den guten luftgetrockneten spanischen
Schinken.
Frische Orangen gab es auch wieder.
Es wurde auch mal wieder Zeit ein neues Brot-back-Rezept auszuprobieren. Diesmal mit Milch und Backpulver.
Die
Butter schmelzen. Die restlichen Zutaten mit der geschmolzenen
Butter in einer Schüssel verkneten bis ein glatter Teig
entsteht. Sollte der Teig etwas zu klebrig sein, noch etwas Mehl
hinzufügen und zu einer Kugel formen.
Um hier nicht nur in Kochrezepten zu schwelgen, der nächste Ausflug: Wir sind hier im sehr katholischen Spanien, einer Christenhochburg. Also was liegt näher, als sich in der Heiligen Woche (Woche vor Ostern) mal ein wenig umzusehen. Es gibt sehr viel Umzüge und Prozessionen der Gläubigen, also los zu einem der Höhepunkte und Bilder machen. Sagunto oder Sagunt liegt ca. 30km östlich von Valencia und hier gibt es am Karfreitag ein tolles Event. Ein
paar Schwarzgekleidete (keine Ahnung ob Priester, Mönche, oder
ganz normale) tragen eine zentnerschwere Jesusfigur mit Kreuz
einen Berg hoch zu einer Kapelle und dann wieder zurück.
Begleitet von einer Blasmusik-Kapelle und einer Horde Römischer
Legionäre. Man merkt, dass es fast nur Gläubige sind, so viele
mit Masken im Gesicht habe ich schon lang nicht mehr gesehen,
auch der Frauenanteil ist mit ca 70% eher spanisch-untypisch. Also seht euch
die Bilder an, los ging es schon um kurz vor sechs Uhr, also war
bei mir um drei die Nacht rum.
Da war erst mal warten angesagt, weil ja an jeder Station Pause gemacht und eine Predigt verlesen wurde. Zeit, das Umfeld zu beobachten.
Um die Kurven ging es wie bei einen Schwertransporter, mit Einweiser. Auch sah man den Trägern an, dass das Teil scheinbar immer schwerer wurde. Auch waren bergauf hinten vier und vorne drei Zweierreihen, bergab haben sie dann das System umgedreht.
Der Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt. Sagunt will ich auch noch mal in Ruhe bei Tageslicht ansehen, neben Römischen Sachen gibt es eine schöne Altstadt und eine riesige Festung.
Um es gleich vorwegzunehmen, Sagunt habe ich doch kein zweites Mal besucht, hebe ich für den nächsten Spanienbesuch auf. April im zweiten Drittel: Zeit, mal ein paar Blüten zu fotografieren und sie euch zu zeigen.
Ausflug an den Strand, eigentlich Pflichtprogramm, ich muss einfach ans Meer, aber der Strandurlauber bin ich nun mal nicht. Das Braten in der Sonne ist einfach nicht meines und faul bin ich das ganze Jahr schon, dazu muss ich nicht zum Strand. :-)
Flohmarkt und der Markttag in El Verger ist ja eigentlich schon ein Pflichttermin, leider halt immer am Sonntag.
Oben Mitte : Eine VF500F. Sie sind inzwischen selten geworden, obwohl sie die Gründer der modernen Mittelklasse Supersportler sind. Das erste Modell seit langen von Honda mit dem genialen V-Motor, aber nicht mal im Ansatz ausgereift und mit sehr vielen Kinderkrankheiten. Die V-Motoren wurden für Honda weltweit zu einen Desaster.Obwohl es bei den 1000ern aufwärts und auch bei den späten 750er zu keinen Motorenschäden gekommen ist war der Ruf ruiniert und der V-Motor tot. Die Arbeiten für den Service waren für den Mechaniker auch eine Katastrophe und es war viel Spezialwerkzeug nötig. Aber sie ist wunderschön. Oben rechts: An was musste ich da denken... - richtig: Villarriba und Villabajo Unten: Ob es in unserem doch so überkorrekten Deutschland noch ein Weißbrot geben würde das sich Bimbo nennt? Ich bade mich gerade in einer Woge politischer Inkorrektheit. Und frei nach dem Leben des Brian... die Blasphemie in Reinkultur... Bimbo, Bimbo, Bimbo, Bimbo ...
Hier seht ihr ein paar Bilder von meinem Mopedausflug. Die Berge gehen hier fast bis ans Meer und das Gelände ist ideal für eine kleine Enduro. Natürlich war ich auch an meinem Lieblingsbadeloch.
Zum Tag der Arbeit war dann wieder mal ein wenig Bewegung angesagt. Ich dürfte eine Hüpfburg testen. Ganz für mich alleine. Bei bestem Wetter. Gut, wir waren auch mal zu dritt drin, aber immer noch besser als bei so einem Kindergeburtstag, wo man als Erwachsener gar nicht rein darf.
Anfang Mai sind wir dann mal nach Valencia gefahren. Ziel Valencia und im Speziellen der Teil um die Oper, Ciutat de les Arts i les Ciències und das Ozeaneum, L’Oceanogràfic.
Von Weitem schon gut zu erkennen.
Los ging es mit einem Besuch im Ozeaneum.
Zur Mittagspause saßen wir im Restaurant bei einen Bier und der Blick zur Eventhalle zeigte, dass auch ein paar Spanier in der Mittagspause den Ausblick über Valencia genossen haben.
Auch andere wurden gefüttert.
Bei der Delfin-Show hatte ich nicht das passende Objektiv dabei. Sie ist zwar mit eine der größten und auch mit sehr vielen Delfinen, aber die Show selbst ist nicht überragend. Eigentlich wird nur mit den Tieren geschmust und gespielt. Andersherum, die Delphine hatten wirklich Spaß und machten alles gerne und warteten schon darauf, dass sie alles zeigen können. Ich kenne da erstaunlichere Shows, wo man wirklich staunt zu was diese Tiere fähig sind. In wie weit das eine oder andere besser ist kann man von außen nicht entscheiden. Aber in Valencia bin ich mir fast sicher, dort geht es den Delphinen gut. Nun ging es weiter mit einer sehr ausführlichen Besichtigung des Ciutat de les Arts i les Ciències.
Meine drei Begleiter an diesem Tag.
Der nächste Ausflug mit der Truppe war zu den alten Olivenbäumen und einer Eselsfarm.
Nicht weit von meinem Standplatz blüht eine Banane und bekommt kleine Bananen.
Bei Paula (Esel) auf der Weide gibt es immer wieder mal Vögel zu bewundern, die auf der Durchreise sind. Ich brauche ein größeres Tele-Objektiv, kaum komme ich ein wenig näher... siehe letztes Bild. :-)
Bei einem Bekannten, der mal Heimaturlaub in Deutschland machte, waren wir zum Gartengießen. Durch den vielen Regen haben sogar die Palmen Seitentriebe bekommen und es gab sehr viele Blüten.
Am letzten Sonntag vor meiner Weiterfahrt Richtung Nordwest holte ich nochmal das Moped raus für eine größere Tour zum Stausee.
So, die letzten Bilder vor meiner Weiterfahrt sind von der Bananenstaude. Ich bin zwar sehr gediegen unterwegs, aber die Bananen werde ich nicht mit ernten können. Wenn sie reif sind werde ich wahrscheinlich meine zwei Wochen in Deutschland zubringen und sehen, dass ich wieder Land gewinne und mich Richtung Süden aufmache. Irgendwas werden sich die paranoiden Deutschen schon einfallen lassen um sich das Leben schwer zu machen. Eine neue Corona Killer-Variante (nachdem die vorherigen ja in Sachen Killer kläglich versagt haben :-) ) oder diesmal die Affenpocken, wobei ich mir bei vielen gerade wegen dem Zusatz "Affen" eine erhöhtes Ansteckungsrisiko vorstellen kann. Aber ist ja eh alles Banane...
Weiter geht es mit den Bildern bis zur Grenze zwischen Spanien und Portugal. Ab in den Nordwesten von Europa. Abfahrt bei bestem Wetter und ich freute mich schon auf ein wenig kühlere Berge. Aber ich hatte ja Zeit, und deswegen auch der schöne Weg durch das Küstengebirge, in dem ich so gerne mit dem Moped unterwegs war. Komisch, ich kenne diese Strecke inzwischen ganz gut, aber mit dem LKW sieht man Sachen die scheinbar vorher nicht da waren. Es ist mehr Zeit zum Sehen und man sitzt auch viel höher.
Da ich auch durch Alcalá del Júcar gekommen bin, ein paar Bilder von dort.
Die
Landschaft
flacht dann leider ab und es beginnt der langweilige Teil. Bis
hinter Madrid sieht man eigentlich nur Felder und Obst. Es wird touristisch sehr viel ruhiger, fast einsam. Es ist nun überhaupt nicht mehr ein Problem frei zu stehen und auch kostenlose Wohnmobilstellplätze gibt es ausreichend. Sogar mit guter Ver- und Entsorgung von Wasser. Am nächsten Tag war sogar Markttag. Aber ich hatte ja alles.
Der Standplatz bei Toledo war zwar nicht schön, dafür aber ruhig und ich machte mich daran meine Homepage auf den neuesten Stand zu bringen, muss halt auch gemacht werden. Bilder müssen nicht nur gemacht, sie müssen auch gesichtet, die schlechten gelöscht und ein wenig nachgearbeitet werden. Macht zwar Spaß, kostet aber auch Zeit.
Aber hier wurde es mir auch zu warm, das Thermometer kletterte bis au 40°C und so waren mein nächstes Ziel die kühlen Berge. Aber erst mal einkaufen, ich will ja ein paar Tage frei stehen und die fruchtbare aber doch ein wenig trostlose Ebene durchqueren. Zum Glück waren es ja nur noch ca. 50 Kilometer.
Ziel
ist die Sierra
de Gredos. Ein Hochgebirge mit Bergen über 2500m. Mein
Standplatz, den ich mir gewählt habe ist fast 1600m hoch und
ausreichend kühl. Natürlich habe ich es wieder mal übertrieben
und früh am Morgen waren es im Auto nur noch zwischen 8 und 13
Grad, doch wärmt die Sonne schnell und zuverlässig. Gleich neben
meinem Platz konnte man noch 300 Meter zu einem Funkmast
aufsteigen. Dort hatte man eine sagenhafte Aussicht. Auch konnte
ich ein Paar spanischer
Kaiseradler beim Segeln beobachten.
Man merkte es schon an den Häusern - die Gegend wirkt ursprünglicher. :-) auch die Ortschaften sind nicht mehr auf LKWs ausgelegt und 2,60m Straßenbreite wieder ein gängiges Maß. Leider gibts davon keine Fotos, ich war mit Fahren und Suchen der Besitzer der parkenden Autos beschäftigt. Aber ich war ja noch gut trainiert von Sizilien . :-)
Mein
Standplatz
und die Aussicht der nächsten Tage bei offener Haustür. Also hoch zum Sendemast und den Sonnenuntergang genießen.
Da es mir dort gut gefallen hat und es auch angenehm kühl war (naja, früh morgens war es eigentlich zu kalt, aber das ist bei mir mit den Temperaturen genauso wie mit den Frauen, irgend was passt immer nicht :-) ), habe ich mich entschlossen ein paar Tage zu bleiben. Also raus auf einen längeren Spaziergang durch die gelb blühenden Hänge der Sierra de Villafranca. Der Himmel und die Landschaft waren perfekt für ein paar Landschaftsfotos und die zeige ich jetzt mal.
Der nächste Tag überraschte mich mit 8°C im Auto, draußen sogar noch kälter. Da merkt man halt, dass man auf 1600m steht. Ab und an Nieselregen, also ausschlafen, viel lesen, und arbeiten am Notebook. Am
Nachmittag
bekam ich noch Besuch von einem einheimischen älteren Ehepaar.
Die mich in perfektem Englisch fragten, ob ich irgendwelche
Probleme habe. Es entwickelte sich eine nette Unterhaltung. Sie
kommen von der Nachbarortschaft und haben sich gefragt, weil ich
nicht wie andere nur eine Nacht stehe, ob ich irgendwelche
Probleme habe. Ich habe mich für die Fürsorge bedankt und mich
lobend über diesen schönen Teil dieser Welt geäußert. Mir fällt
immer wieder auf, dass die Art des Reisens, wie ich sie betreibe
doch ein wenig aus der Art fällt. Eigentlich Reisen die meisten
so wie sie ein Arbeitsleben gestalten. Mit einem festen Rahmen.
Maximale Effizienz, immer auf der Suche nach Sachen die man
gesehen haben muss, und einer gewissen Unruhe, als könnte man
was verpassen. Auch werde ich oft gefragt, warum ich mir Vieles
nicht angesehen habe, was bei mir auf dem Weg lag oder wo ich in
Nähe war. Man kann sich einfach nicht vorstellen, dass es mein
Leben ist und nicht ein langer Urlaub, der zelebriert werden
muss um sich für das ungeliebte Arbeitsleben zu stärken und zu
entschädigen. Auch stehe ich nicht in Konkurrenz mit anderen
Reisenden oder „Arbeitskollegen“ und muss nicht mit meinem
Erlebten glänzen.
Gegenüber meines Standplatzes gab es ein Gebäude, das ich als Kirche oder Kapelle klassifiziert hätte. In den spanischen Übersetzungen wird es auch als „Einsiedelei„ (Ermita en honor a la Purísima Concepción) benannt. Es war leider abgesperrt und ist zu Deutsch der Unbefleckten Empfängnis geweiht.
Am nächsten Tag wollte ich mal die Nachbarortschaft besuchen: Navasequilla. Navasequilla liegt auf 1.648 Metern über dem Meeresspiegel und ist eine der höchstgelegenen Städte der Iberischen Halbinsel. Es hatte laut dem spanischen Wiki eine Bevölkerung von 10 Einwohnern im Jahr 2020. Man kann also sagen, es ist nicht allzuviel los. Die Straße dorthin ist auch eine Sackgasse und die Feldwege wollte ich nicht auch noch alle ablaufen um eine Strecke zum Weiterfahren zu finden. Aber seht euch selbst die Bilder von dem verträumten Örtchen an. Es gibt dort ein paar Häuser zu verkaufen, nicht teuer und wirklich ruhig.
Noch ein Rückblick auf den Stellplatz und den letzten Wanderweg.
Und wieder zurück.
Ein letzter Blick. Oft denke ich mir dabei, schade, das sehe ich wahrscheinlich nie wieder. Aber wie alles muss halt was gehen, damit was Neues kommt.
Ein letzter Blick, morgen geht es weiter.
Früh aufstehen, frühstücken, rumtrödeln und schlussendlich geht es dann doch los. Ziel ist das Naturschutz-Reservat „Las Batuecas-Sierra de Francia“. Es ist hier im mittleren Spanien sehr einsam und ruhig. Los geht es mit ein paar Bildern von der Fahrt.
Platz für die Mittagspause gesucht.
Nach der Mittagspause beschlossen: "Hier ist es schön, ich bleibe mal zwei Nächte." :-)
Ein Blick aus dem Fenster.
Weiter geht es Richtung Portugal, aber natürlich wähle ich nicht den kürzesten Weg. :-)
Also über den Mirador del Portillo Pass. Falls ihr den mal fahren solltet, macht wie ich die Fotos bei der Hochfahrt. Oben ist nichts mehr Tolles zu Fotografieren, anscheinend hatte ich es im Gefühl. :-)
Danach ging es wieder sehr eben, leider aber auch langweilig weiter. Ca. 25km vor der portugiesischen Grenze habe ich mal einen offiziellen Stellplatz angesteuert. Sauber und ruhig, zwar in einer Ortschaft, aber ich habe niemanden gesehen, wie eine Geisterstadt. Die Schule und der Kindergarten verlassen genauso wie das Freibad und wir hatten weit über 35Grad, ich war da zwei Tage. Nichts, aber auch wirklich garnichts los.
Das war es erstmal mit Spanien. Nun Portugal - ich komme! Ich wurde mit einem sehr schönen Sonnenuntergang verabschiedet. Um es vorauszunehmen, am nächsten Tag war es bewölkt, fast 20° kälter und ab der portugiesischen Grenze hat es die ganze Zeit genieselt.
Hier zu den Schwarz-Weiß-Bildern .
Und
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