Einleitung Deutschland bis Italien Griechenland Türkei Irak - Kurdistan Türkei Georgien AS oder AR Georgien Türkei Griechenland Die Rückfahrt Wie geht es weiter ? Bettellink |
Irak 2023 Ein Sommermärchen mit einem BMW F650 Gespann Los geht´s! Durch Deutschland, Österreich und Italien bis zur Fähre.
So, los geht es. Das erste, was neu ist - die Endkorrektur der Rechtschreibung gibt es auch erst, wenn die Seite fertig ist. Aber sie wird laufend aktualisiert. Manela darf sie ab und an mal durchsehen, aber aus Erfahrung kann ich sagen, dass meine Rechtschreibfehler zu den widerstandsfähigsten gehören, die auf dem Markt sind. :-) Bilder kommen direkt aus der Kamera ohne große Bearbeitung. Mal sehen, ob ich SW-Bilder hinbekomme. Ansonsten gibt es im Winter eine überarbeitete Seite von mir. Ein Tag vor der Abfahrt. Packen und Verräumen ist angesagt, eigentlich schon seit Tagen. Hier das Ergebnis:
Die Abfahrt wurde von den Nachbarn gefilmt. Leider hatte sich so alles gegen mich verschworen. Manelas Kleinkläranlage zickte immer herum und beschäftigte uns unnötig vor der Abfahrt. Ich packte und verstaute alles x-mal bevor es einigermaßen passte, und sich der Gepäckraum mit dem vorhandenen Gepäck arrangieren konnte. Und am Abend vor der Abfahrt holte ich mir eine extreme Magenverstimmung, die mich den Abfahrtstag verschieben ließ und ich so erst einen Tag später abfahren konnte. Bis jetzt bin ich vier Tage ohne Essen, es geht langsam besser.
Erste Station ist bei hessischen Freunden in Offenbach. Die Fahrt aber bei gutem Wetter und die ersten 500km unauffällig gefahren. Leider ist da gleich der Lichtschalter verreckt. Konnte ihn aber zerlegen und richten. Der per Feder vorgespannte Kontakt hat sich verklemmt. Und das USB-Ladeteil meines neuen Navi-Handyhalters hat die Arbeit eingestellt. Getauscht mit der der Beifahrerin im Boot und die hat, weil dort kein Regen hinkommt, ein neues USB-Ladeteil bekommen. Benzinverbrauch, knappe 7l auf 100km und knappe 0,3l Öl auf 500km. Am Montag geht es weiter in meine alte Heimat Franken und nach Pfingsten weiter nach Österreich. Mal sehen, wie hoch der Ölverbrauch auf den nächsten 500km wird. Sie fährt sich auch beladen sehr gut.
Ach ja, noch zwei Bilder von meiner letzten Gespanntour nach Libyen.
Vor der Abfahrt wird von meinen hessischen Bekannten noch ausreichend die Tauglichkeit des Gespannes begutachtet.
Also weiter geht es gute 200 km. Franken ist das Ziel und wir werden auch gleich mal mit einem zweistündigen Stau auf der Autobahn begrüßt. Aber die Stimmung ist sehr gut. Wir haben ja Essen und trinken dabei, auch mit der Boom-Box haben wir soundtechnisch einen guten Platz in der Krawall-Rangliste und können uns gut gegen den Lärm der Gegenfahrbahn behaupten.
Das Wetter ist auch toll. Bei der ersten Ausfahrt runter, in einen Lebensmittelladen rein und eine große Portion Obst gekauft, für ein gemütliches Obstpicknick in der beschaulichen unterfränkischen Maingegend. Bildermachen habe ich wegen meiner überschwänglichen Heimatgefühle vergessen, oder auch weil ich mich um die besten Stücke streiten musste. :-) Mir wurde doch zu meinem Erstaunen oft erklärt, dass ich doch eigentlich zu alt bin für so was. Ich bin sehr geknickt schlafengegangen. Habe von Ausflügen mit dem Gehfrei über den Zebrastreifen geträumt, oder daß ich mit dem Rollator einen Offroadkurs auf einem abgesteckten Parcours im städtischen Kindersandkasten mache. Nach der langen Fahrstrecke von 200km für eine BMW sind natürlich auch neue Schäden am Motorrad aufgetreten. Der neue Handy- oder USB-Lader am Halter will auch nicht. Ich habe zwar tolle Werte auf der Kontroll-App, aber der Akku wird trotzdem leer. Aber Licht geht! :-) Lästig, aber was soll es, ich kann ja über Nacht laden. Neu ist, dass die Krümmerflansch-Dichtungen durch sind. Sind schon bestellt und kommen hoffentlich bis Mittwoch oder Donnerstag an. Einbau wird aber auch ein halber bis zu einem ganzen Tag werden. Bis wir aufbrechen werden wir locker nochmal 200km fahren. Ich wollte schon warten, dass ich die nächsten anfallenden Teile mitbestellen kann und dadurch Frachtkosten spare. Oder wenn man wüsste, was als Nächstes kaputtgeht, hätte ich es ja auch gleich mitbestellen können. Ich lasse mich mal überraschen. Mal sehen, ob ich überhaupt bis in den Irak komme mit der „BMW“.
Während wir auf Teile warten, war erstmal Kultur angesagt. Bamberg ist in der Nähe, also mit dem ultra-lauten Bock hingeknattert. Ziel die Altstadt und ein Gasthof mit fränkischem Essen, weil Manela mal ein Schäuferla probieren wollte. Beim Fotos-machen hatte ich auch Unterstützung, aber seht selbst:
Das haben wir auf den Weg zum Schäuferla so alles gesehen:
Hier gab es ein sehr gutes Schäuferla, leider zum Touristenpreis, aber die Qualität war sehr gut.
Mit dem erhaltenen Stadtplan ging es weiter. Ich hatte trotzdem wenig Hoffnung, weil ich mich noch nie in Bamberg zurecht gefunden habe. Mit den vielen, in sich verschlungenen Gassen und den vielen kleinen Flüssen hat es zurecht den Spitznamen "Fränkisches Venedig".
Ein tolles Mofa gesehen.
Eine Kirche haben wir uns auch angesehen, zwar nicht der Dom, aber auch sehenswert. Und weil nicht der Dom, auch fast alleine.
Kaum draußen, den ansässigen Storch erblickt.
Um dann in die engen Gassen von Bamberg einzutauchen und dann beim Wasserschloss rauszukommen.
Zwischendrin mal in das eine oder andere Geschäft reingesehen. Es hat schon Vorteile, mit einem Motorrad unterwegs zu sein, weil man immer sagen kann: „Das kann man nicht mitnehmen, weil wir keinen Platz haben!" :-)
Dann waren wir endlich am Wasserschloss und machten uns Gedanken, wie wir eigentlich wieder zum Motorrad kommen.
Am nächsten Tag war mal wieder Fränkische Küche angesagt - Schlachtschüssel. Gut, Manela wollte lieber Leberkäse, auch hat sie sich anscheinend in die fränkischen Bratwürste verliebt. Weil wir so lange gepennt haben, erst um viertel neun angekommen und ich hatte schon Angst, dass ich nichts mehr bekomme. Die Metzgerei Seeberger kenne ich schon seit meiner Kindheit. Ich in ein Liebhaber seines Könnens, der gegrillte Bauch war legendär. Ich habe mich erst gewundert, dass ich nach 9:00 Uhr noch etwas von der Schlachtschüssel bekomme und dass es so leer ist. Beim Bezahlen wusste ich warum: Es war einfach doppelt so teuer wie früher. Aber es war immer noch genauso gut. Später habe ich erfahren, dass der Alte das Geschäft an seinen Sohn übergeben hat und der hat kurzerhand die Preise verdoppelt. Seitdem wird die Metzgerei von den Handwerkern gemieden und er hat über die Hälfte seiner Verkäuferinnen eingespart. Aber auch mal einen neuen Tabakautomaten gesehen.
Weiter ging es zur Wehrkirche in Büchenbach. Hier und im benachbarten Kindergarten wurden die Grundsteine gelegt, die mich so allergisch gegen „Bevormundung“ gemacht haben.
Weiter nach Herzogenaurach, Freunde und Bekannte besucht, und einige auch mit unserer Anwesenheit beglückt.Nach einen Picknick ging es weiter nach Nürnberg.
Dort angekommen wurden wir erst mal von Anke gefüttert. Dann ging es weiter zum ersten Highlight der Reise: Eine private Orgel-Vorführung. Markus, Freund von Anke, ist nebenbei Organist, hat so den Schlüssel zu einer Kirche und den Zugang zu einen Instrument, was durch die Zwänge der Christlichen Religionsausübung leider viel zu wenig Beachtung findet. So wurde für uns eine Kirche aufgesperrt und wir kamen in den Genuss eines kleinen Konzerts, nur für uns.
Inzwischen sind bei Kami unsere Ersatzteile für die überlaute BMW eingetroffen, und ich konnte den Bock nun zum x-ten Mal zerlegen. Aber so wie es aussieht, ist die BMW nun ausreichend durchrepariert und sie hält, Stand 2.6.23. Dafür kommen jetzt Sachen am Beiwagen: Stoßdämpfer wird beim nächsten Reifenwechsel ausgebaut und die Seitenverkleidung löst sich auf. Meine Navi-Ladung verweigert immer noch ihre Arbeit, aber der USB Lader, den wir in Offenbach bei Uli eingebaut haben, macht seine Sache echt gut. Zum Glück habe ich ja zwei Navis dabei. Eines kann laden und das zweite darf arbeiten. Nun ist der Krawall der BMW endlich wieder auf erträglichem Niveau und nochmal Dank an Kami und Susi, dass sie uns so lange beherbergt haben.
Fertig
Unsere nächste Station war der Goldbergsee. Ein Campingplatz bei Marktschorgst. Mein alter Club Zerberus MC feiert dort seit Jahrzehnten an Pfingsten eine wilde Party. Auch die Zeltnachbarn sind schon seit Jahren die gleichen. Ein paar Tage bei Lagerfeuer, harter lauter Musik mit Unmengen an Bier, sonstigen harten Getränken und sehr viel gutem Essen. Aber erst mal ein paar Bilder zur Anreise: Erstes Ziel Kathi-Bräu. Seit den 80ern mein Pausenpunkt in der Fränkischen Schweiz. Während wir 1986 mit vier bis sechs Motorändern an einem Juli oder im August sonntags noch unsere Halbe getrunken haben gibt schon seit Jahren einen eigenen Großparkplatz für die Moppeder. Hunderte von den sogenannten „Bikern“ sind keine Seltenheit mehr. Inzwischen fest in der Hand von BMW, Harley und KTM Fahrern. So wie etwa Golf, 3er-BMW und Mercedes. Aber was solls, die Zeiten ändern sich nun mal.
Nachdem ich mir den Spaß gemacht habe, einen R1050-Boxer-Fahrer durch die Fränkische Landschaft zu hetzen (was viel über das Niveau der Fahrkünste des Fahrers aussagt) :-), war erst mal Mittag angesagt.
Weiter geht es mit ein paar Partybildern. An Anfang läuft erst mal die Kettensäge heiß, fürs Feuerholz.
Noch leicht „Down“ ging es über die monotone Autobahn weiter Richtung Österreich. Ich wollte endlich meine LKW-GO-BOX wieder los werden. Man kann sie zwar problemlos Richtung Österreich kaufen, aber abgeben ist nicht so leicht möglich. Weil es die Möglichkeit dazu nur auf der Autobahnseite Richtung Österreich gibt. Ziel war ein ruhiger Platz vor der Grenze. Eine Nacht im Schlafsack, um dann bei Sonnenaufgang nach Österreich einzureisen. Ich will da immer bis ca. 10:00 Uhr durch sein. Erfahrungsgemäß ist das Land selber sehr schön und auch die Bevölkerung nicht verkehrt, nur die Bullen dort sind eigentlich nur aufs Geld aus. Mein Reifenprofil war eh schon grenzwertig und wenn man nicht die Autobahnmaut bezahlen will, trifft man immer auch lustige Durchfahrtsbegrenzungen. Deswegen immer zum besten Licht durch das schöne Österreich. Wenn alle noch schlafen. Weil wo kein Kläger, da auch kein Richter. Um es kurz zu machen - ich bin locker durch 10 gesperrte Straßen gefahren. :-)
Los geht es !
Genau 150m vor der Tankstelle ging der Motor aus. Ich denke, das Moped wollte vor Italien nochmal getankt werden. :-)
In Südtirol erst mal Frühstücken.
Kurz danach Pinkel- und Kack- Pause. Ich kämpfte da immer noch mit meiner Darmflora.
Dem Fahrer geht es immer noch nicht richtig gut und er braucht eine Pause.
Fähren wollen lieber online gebucht werden. So kommt die Mitfahrerin zu einem Kaffee.
Weiter geht es Richtung Valli di Comacchio, dort wird unser Nachtlager sein. Vorher muss natürlich noch die Lebensmittelversorgung gesichert werden.
Die Mücken mit ihrem ewigen Gesumme in den Ohren versauen einen das Ausschlafen. Also raus und Fotos machen.
los geht´s!
gefunden! :-)
Ein paar Bilder von unterwegs:
Angekommen in Ancona.
Haben eine sehr coole Engländerin kennengelernt, die ganzjährig mit einer BMW S1000RR unterwegs ist. Sie ist aktuell auf den weg nach Zypern.
Wir hatten das kleinste, schwächste, schwerste und älteste Moped am Fährableger. Aber dafür noch die längste Strecke vor uns. Und ich dachte, ich bin mit was modernem, neumodischen unterwegs ... Noch ein paar Bilder von Ancona. Weiter geht es mit der Griechenland-Seite.
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