Einleitung Griechenland 1 Griechenland 2 Griechenland 3 Die Rückfahrt Wie geht es weiter? Bettellink |
Griechenland 2022-23 Eine Wintergeschichte Griechenland die Dritte, eine Inselgeschichte.
Nachdem wir nochmal ausreichend den sehr gut sortierten Supermarkt geplündert haben, der zu meinem Erstaunen nicht nur sehr gut sortiert war, sondern auch ausgesprochen günstig (wahrscheinlich verausgaben sich die Besucher von diesem Shopping-Center in den Marken-Geschäften, und für den Supermarkt bleiben nur noch die Restbeträge vom Geldbeutel übrig), machten wir uns auf zur Fähre. Einen Tag vorher im Netz eine Überfahrt gebucht. Hier die Bilder von der Fahrt durch den Feierabendverkehr in Athen und Piräus. Am Hafen angekommen, habe ich mich erst ein wenig durchfragen müssen, bevor ich am richtigen Schalter war. Dort war das Ticketausdrucken aber auch kein Problem mehr. Da wir zwar dichten und stressigen Verkehr hatten, aber keine Staus oder sonstigen Probleme, waren wir pünktlich zum Beginn des eincheckens am Schiff. Nach den üblichen Diskussionen, wo man denn am besten ansteht zum Reinfahren, kamen nach einer Weile der erste Offizier und der Kapitän und begutachteten das Einladen der Fahrzeuge. An meinem passte ihnen was nicht. Der Kapitän war der Meinung, ich bin kein Wohnmobil sondern ein LKW. Er verweigerte mir die Einfahrt. Ich sollte zum Ticketschalter. Dort wusste man auch erst nicht weiter. Der vom LKW-Schalter hat anscheinend Rücksprache gehalten und mir erklärt, dass mein Ticket zwar richtig war, aber der Kapitän das letzte Wort hätte. Ich sollte 150 Euro für die einfache Fahrt nachzahlen. Natürlich hat man mir auch die Rückzahlung des Tickets verweigert, weil ich ja im Netz gebucht und mit Kreditkarte bezahlt hatte. Nach langen Diskussionen und Verhandeln wurden dann 90 Euro daraus. :-( In wie weit das rechtens ist, kann ich nicht sagen. Ohne griechischen Anwalt wird da nichts rauskommen. Auch weiß ich nicht, ob ich nicht einfach beschissen wurde. Ich bekam neue Tickets, da habe ich nur gesehen, dass ich (besser der LKW) kürzer wurde und die Passagierpreise noch günstiger, und dazu bekam ich noch einen ausgedruckten Zettel auf griechisch, den der Kapitän einkassiert hat. Es ist also auch möglich, dass meine Überfahrt nachträglich billiger gemacht wurde, die Differenz und die 90 Euro Nachzahlung wurden dann von dem Ticketverkäufer und dem Kapitän geteilt. Mein erstes Negativ-Erlebnis hier in Griechenland bei dieser Reise. Schade, ich war bis jetzt so positiv von den Griechen überrascht. Aber noch verbuche ich es als Auffinden der Quotenarschlöcher, die es ja gleichmäßig verteilt überall auf der Welt gibt.
Inzwischen war es Nacht und wir auf dem Schiff.
Früh, es war noch dunkel, vom Schiff gefahren und in den Bergen Wasser aufgetankt. Es ist auf Kreta, wie in ganz Griechenland, kein Problem an frisches Trinkwasser zu kommen (muss gerade an den Bericht denken, dass in Deutschland wieder öffentliche Brunnen eingerichtet werden sollen, natürlich zum Vergleich mit Griechenland oder anderen Ländern im Promille Bereich. Viel Tamtam und wenig gemacht). Nochmal ein Besuch beim Lidl in Ierapetra (Speck bekommt man am besten beim Lidl) und weiter zum ersten ausgewählten Stellplatz. Plan ist, sich da für zwei bis drei Wochen einzurichten und den Ostteil der Insel mit dem Moped zu erkunden. Kreta empfängt uns mit bestem Winterwetter :-) .
Da mir Manela aus Deutschland eine gebrauchte Mini Drohne mit Kamera mitgebracht hat, war ich natürlich heiß darauf, mit meiner neuen Kamera ein paar Luftaufnahmen zu machen und natürlich auch aufs Fliegen :-) (seit ich sechs Jahre alt bin, träume ich von einen Modellflugzeug). Aber der für Kreta bekannte Wind (sollte sie laut Beschreibung aber noch locker abkönnen) und die Tatsache, dass er in Richtung Meer wehte, ließen mich zögern, weil ich ja noch keine Flugerfahrung hatte. Also Rucksack gepackt und die nähere Umgebung erkundet und Richtung Osten marschiert.
Noch ein paar Bilder vom Weg, dann haben wir einen größeren Platz gefunden, der nicht soviel Wind hatte. Und ich habe dann meinen ersten Flug gewagt. Eigentlich gut damit zurechtgekommen, aber nur ein Foto gemacht (siehe bei den SW-Bildern) und ein paar Kurzfilme, die ich eigentlich nur zum Üben und zum Erlernen der Schnittsoftware gemacht habe, weil ich ja noch nie groß gefilmt habe und noch nie mit einen Programm zur Filmbearbeitung zu tun hatte. Da wusste ich aber noch nicht, dass es der einzige Film und das einzige Foto mit dieser Drohne sein würde :-)
Der nächste Tag ging mit vielen Kleinigkeiten drauf, die man so zu erledigen hat.
Zum Abend habe ich mir noch den Sonnenuntergang angesehen und die Seele baumeln lassen.
Am nächsten Tag wurden wir erst mal zu unseren Nachbarn eingeladen und damit war der halbe Tag schon rum. Mein Ausblick von meiner Wohnungstür aus:
Nachdem wir gefüttert wurden, durften wir uns das Anwesen ansehen, mitsamt der Katzenzucht.
Der Ausblick vom höchsten Punkt des Anwesens nach Osten und Westen.
Unsere Nachbarn mit Manela und ein Blick von dem Haus nach außen.
Anschließend gab es noch einen Moped Ausflug in die angrenzenden Berge im Südosten Kretas.
Ein paar Bilder von der Fahrt:
In der Abendsonne noch einen alten Volvo-LKW N84 gefunden, der darauf wartet von einem Oldtimer Freund entdeckt und wach geküsst zu werden :-)
Hier ist es fast wie in einem Endzeitfilm. Es ist sonnig, aber kalt. Es sind keine Menschen zu sehen und alles was man sieht, hat auch schon mal bessere Zeiten gesehen, wild romantisch :-) . Hier in Ziros.
Noch ein paar Bilder vom Rückweg:
An diesem Tag war mal wieder ein Fototag geplant.
Erstmal Drohne, weil fast windstill und später bei den Nachbarn Katzenbilder.
Aber es kam wieder mal ein wenig anders. Nachdem ich mehrere Rundflüge gemacht hatte und ich mit der Steuerung gut vertraut war, habe ich mal begonnen Bilder und Filme aufzunehmen. Alles verlief super und ich habe dann ein paar Bilder vom Meer aus aufgenommen. Als ich die Kamera in einen anderen Neigungswinkel einstellen wollte war die Drohne auf einmal vom Himmel verschwunden. Erstmal dachte ich, dass ich sie einfach nicht sehe, weil ich gegen die Sonne schaute. Auch das Bild am Handy war nicht so klar zu sehen, weil ja auch voll in der Sonne. Ich habe ein paar Sekunden gebraucht bevor ich den Absturz realisiert habe, weil ich nur mal weggesehen habe. Und als ich wieder hingesehen habe, war sie weg. Sie war stabil in der Luft gestanden, fast 20 m über dem Meer. Kurzer Blick zum Bildschirm und wieder zurück und weg war sie. So sind ein paar hundert Euro mit samt der SD-Karte und den darauf befindlichen Bildaufnahmen im Meer versunken. Im Drohnen-Forum wurde mir noch erklärt, wie man die Flugdateien aus dem Handy auslesen kann. Da war auch ein letztes Bild gespeichert (siehe oben) kurz vor dem Absturz. Im Drohnen-Forum konnten sie sich nach Auswertung der Bilddateien auch keinen Reim darauf machen, warum sie vom Himmel ins Meer gefallen ist. Beim Hersteller hat man mir erklärt, dass ich für die 2019 gekaufte Drohne keine Garantie mehr hätte. Nach Klarstellung von meiner Seite aus, dass ich weiß, dass ich keine Garantie mehr hätte und ich eigentlich an der Absturzursache interessiert wäre, hat man mir erklärt, dass sie keine Flugauswertung für ältere Drohnen machen, aber mir einen großzügigen Rabatt auf eine neue Drohne einräumen würden. Eine neue SD-Karte würden sie mir auch zuschicken. Die SD-Karte ist schon unterwegs (Stand: 26.01.2023). Die Höhe des Rabatts wird noch in China, in der Firmenzentrale, geprüft. Ich hoffe mal auf einen großzügigen Rabatt. Egal, ich werde mal wieder sehr viel mehr Geld ausgeben als geplant. Vielleicht sollte ich doch mal mit solchen lächerlichen nervigen Videos in YouTube beginnen. So viele, wie es da gibt, sollte vielleicht doch was hängen bleiben...
Emotional war für mich der Tag eigentlich gelaufen. Aber die Nachbarin hatte sich schon sehr auf die Katzenbilder gefreut und auch der Nachbar war mit mir traurig, weil er von seinem Haus und Grundstück nun keine Luftbilder bekommen kann. Also rein in das Raubtiergehege und die wilden Biester fotografiert.
Danach gab es noch typisch griechische Spezialitäten. Wenn wir so weiter gefüttert werden, sind zumindest die 90 Euro Fährbeschiss wieder drin :-) . Auf jeden Fall bin ich sehr angetan von der Gastfreundschaft und der Freundlichkeit hier auf Kreta.
Es war mal wieder ein kurzer Moped Ausflug angesagt, der aber auch nicht bis zum Ziel durchgezogen werden konnte. Die Steigung auf der Schotterstraße war zu zweit mit der Transalp nicht zu machen. Bergab bin ich mit ausgeschaltetem Motor und Kupplungsbremse runter. (Motor aus, Zündung aus, erster Gang eingelegt und nur mit Schleifkupplung und Vorderradbremse runter. Vorteil, dass ich beide Füße abnehmen kann und beim loslassen der Kupplung ein stehendes Hinterrad habe). Aber eine tolle Aussicht. Die Schlucht muss man halt zu Fuß erkunden.
Da ich bergab trotzdem schneller war als die Frau zu Fuß, hatte ich noch Zeit zum fotografieren.
Zurück ging es nochmal hinunter zum Strand, um von der Bucht aus den Sonnenuntergang zu beobachten.
Natürlich ist es mein Bestreben, wenn ich mit dem Moped einkaufen fahre, auch die kleinsten und winkeligsten Straßen zu nehmen. Und ich lasse auch keine Abkürzung aus, sei sie noch so zeitraubend. :-)
Es gibt auch tolle Aussichten. Beim Fotografieren ist auch noch was Tolles passiert. Ein, ich nehme mal an ansässiger, Bauer hat mit seinem Kleintransporter angehalten und mich her gewunken. Nach einem kurzen Austausch, woher wir sind, hat er mir eine Flasche von seinem Selbstgebrannten überreicht. Auch wieder ein qualitativ sehr guter Traubenschnaps. Anscheinend kennt auch inzwischen jeder die Deutschen, die mit dem Moped umher fahren und fotografieren, weil inzwischen ein jeder mich aus dem vorbeifahrenden Auto grüßt.
Bei den Pausen gibt es natürlich passend zur Fotoausrüstung den passenden Pausensnack.
Man ist hier schnell ein paar hundert Meter hoch und braucht seine Handschuhe. Aber hier geht es schon wieder bergab.
An der Küste ist es aber wieder sonnig und warm, und so kann man es gut aushalten. Nach dem letzten Bild vom Parkplatz des Supermarktes ging es wieder zurück und zwar den schnellsten Weg, denn ich hatte Hunger.
Hier einfach mal zwei ganz banale Bilder: Sonnenaufgang
und -untergang
Die nächste Tour ging nach Ierapetra. Ich wollte ein paar Katzenbilder ausdrucken und den mitgeführten Fotodrucker mal wieder benutzen. Inzwischen habe ich ja einen neuen Laptop, aber mein Fotodrucker mag das neue Betriebssystem nicht und war auch mit allen möglichen Tricks nicht dazu zu überreden, seine Arbeit aufzunehmen. Wieder nur durch ein Update auf ein neues Betriebssystem (war ja nicht mal freiwillig, aber unumgänglich wegen dem neuen Laptop :-( ) ein wenig teurer Edelschrott. Das Nachfolgemodell von Canon schaut sogar ähnlich aus und verwendet das gleiche Papier und soweit ich sehen konnte, sogar die gleichen Papierkassetten. Während ich mich verzweifelt auf der Canon-Seite nach einem passenden Treiber umsehe, werden mir etliche grüne Bäume eingeblendet (oder Ähnliches) und das vorbildliche Umweltbewusstsein der Firma suggeriert. Nicht nur, dass diese Heuchelei nervt, mich vorm Ziel fernhält und unnötige Zeit kostet, nein auch mein Datenvolumen, das halt immer auf 10GB im Monat begrenzt ist. Und so kostet mich diese Heuchelei auch noch Geld. :-( Zum Glück ging (nach einigem Überreden) der HP-Drucker mit dem Epson-Fotopapier, was ich noch von früher hatte und so konnte ich doch noch ein paar Bilder für die Nachbarin ausdrucken. Das restliche Papier habe ich dann in eine Postkartenproduktion gesteckt. Postkarten gibt es ja auch keine mehr, in der heutigen WhatsApp-Gesellschaft. Also war die Post unser erstes Ziel in Ierapetra.
Pro Karte nochmal 1 Euro Porto, Gott sei dank waren die Postkarten-Papiervorräte begrenzt. :-)
Noch ein paar Bilder aus Ierapetra.
So - mit einem Bild von einem Roller, der wohl einfach vergessen wurde, beende ich diesen Bildertag. Bilder vom Lidl braucht ihr wahrscheinlich keine aus Kreta.
Hier nun Bilder von einem längeren Moped Ausflug in den Norden und ans östliche Ende von Kreta.
Diesmal alleine, weil ich mit der schweren Transalp zu zweit auf den steilen Geröllstrecken überfordert bin.
Aber die Off-Road-Strecken sind wirklich schön, aber eigentlich nur für Geländewagen ausgelegt. Für schwere Reiseenduros sind sie schon schwierig (zu lang übersetzt und zu schwer). Über LKWs legen wir einfach mal das Tuch des Schweigens. Dass es doch immer irgendwie geht, habe ich ja während dieser Reise ausreichend oft bewiesen. :-)
Aber die Ausblicke sind fantastisch, also nimmt man die zeitraubenden Abkürzungen in Kauf.
Mit dem Wetter hier auf Kreta haben wir sehr viel Glück. Immer so um die 18 bis 20 Grad und nur sehr sehr selten Regen. Aber oft windig und in den Bergen viel kälter.
Also ideale Temperatur-/Wetterverhältnisse zum Moped fahren (na ja, bis auf den Wind). Wie oben ersichtlich auch geniale Straßen. So hält es der Motorradfahrer im Winter gut aus :-) !
Auf einer Abkürzung ist mir dann wieder eine Schlucht begegnet. Zeit für eine Fotopause und um die zwei mitgeführten Orangen zu verspeisen.
Weiter in den Norden, wo man wieder Reste der Minoischen Kultur findet, die keine Griechen waren und später von eingewanderten Griechen verdrängt worden sind. Die war eigentlich eine der ersten Hochkulturen auf dieser Welt. Noch vor den Griechen, Ägyptern und Römern.
Aber die Bilder von Anfang an.
Interessant sind auch die anderen Ruinen. Das Gebäude sollte aus der Anfangszeit des letzten Jahrhunderts sein. Man sieht deutlich, dass die Ruinen der Minoischen Kultur als Steinbruch genutzt worden sind.
Auf der Rückfahrt noch mal ein Bild vom Bergpanorama. Aber ich wollte vor der Dunkelheit zurück sein, also keine weiteren Bilder. Ich habe den Verdacht, dass es nachts in den Bergen doch ein wenig kälter wird. Für mich stand
ein Ausflug nach Agios
Nikolaos an. Nachdem ich den Wellen ein wenig zugesehen
hatte und verzweifelt versucht habe, eine schöne große auf den
Fotosensor zu bekommen, ging es los.
Ziele: Ortschaft ansehen, Postkarten einwerfen, einen möglichen Standplatz erkunden, Einkaufen gehen und natürlich die Fahrt durch die Berge. Manela wollte dableiben und ein wenig wandern.
Also los, mit dem einzigen Wellenbild, das annehmbar war und mit dem ersten Bild unterwegs.
Schöne Gegend, aber nicht so fotogen. Also nicht viele Bilder, und ich habe mich mehr aufs flotte Kurvenfahren konzentriert. :-) Nachdem die Postkarten in einem Briefkasten verstaut waren, bin ich zu den Windmühlen gefahren.
Die Standplätze um die Windmühlen und dahinter erkundet (und für gut befunden, danke für den Tipp Marius).
Großen Einkauf gemacht und die gut ausgebaute Strecke mit gut Speed zurück genommen.
Am Auto fand ich einen Zettel: „Bin in Richtung Schlucht, bis gleich“. Da dachte ich mir noch nichts, halb Drei und ich machte erst mal Essen. Als es nach Fünf dunkel wurde, bin ich mit dem Motorrad mal die Strecke bis zur nächsten Ortschaft abgefahren, aber niemanden entdeckt. Also zurück und erstmal was gegessen. Als so kurz vor Acht Manela immer noch nicht da war, habe ich mir meine Jacke geschnappt und die Taschenlampe und bin bis zur Schlucht gelaufen. Da ich bis dahin auch noch keine „Manela“ angetroffen hatte, bin ich im Dunkeln so ca. 1 km in die Schlucht eingestiegen. Natürlich auch nichts gefunden. Also wieder zurück und auch in den Gräben nichts gefunden. War noch nicht lange zu Hause, als meine griechischen Nachbarn angekommen sind. Jetzt habe ich keine große Erfahrung, mich um andere zu sorgen (weil ja normalerweise immer ich derjenige bin, der in irgendwelchen Schwierigkeiten steckt), so habe ich mich mal an die gewendet. Sie haben vorgeschlagen, dass wir sie morgen mit Polizei und Bergwacht suchen gehen. Nun ist aber die Schlucht dafür bekannt, dass dort immer wieder mal Touristen zu Tode kommen. Als es dann auch noch zu regnen anfing, haben wir das komplette Programm aktiviert. Die Bergwacht wollte vom sehr schwierigen Ende einsteigen und wir (ein Nachbar, der die Schlucht kennt, zwei Polizisten und ich) von der einfachen Meerseite. Wir sind im Akkordtempo hoch und haben in ca. 2h die dreieinhalb Kilometer bis kurz vor dem Ende zurückgelegt. Der Nachbar und ein Polizist müssen früher mal ein paar Bergziegen eingekreuzt bekommen haben. Zu meinen Glück hatte der 25 Jahre jüngere zweite Polizist nicht mehr Puste als ich. Zu allem Überfluss hat es auch noch ein paarmal stark geregnet und gewittert. Wir waren nass bis auf die Haut. Als wir es nicht mehr weit bis zum schwierigen Ausgang der Schlucht hatten, kam gegen 2.00 Uhr morgens die erlösende Nachricht der fünf Bergwachtleute, dass sie Manela nicht weit vor dem Ende im Hang entdeckt hatten. Sie hielten aber die letzten 800m für zu schwer, um sie in der Nacht zu bewältigen, so mussten wir die komplette Strecke zurück klettern. Wegen des Großeinsatzes kam Manela nicht darum herum, ins Krankenhaus gebracht zu werden. Ich als doofer Mann durfte da mit, musste aber wegen Corona stundenlang in Dunkelheit und Kälte vor der Krankenhaustür stehen. Nass bis auf die Haut, nur mit einer leichten nassen Jacke war ich da bis Sonnenaufgang. Während „meine“ bessere Hälfte sich in ihren nassen Klamotten gut zugedeckt erholt hat. Naja, zigmal wurde ihr Blut abgenommen, alles wurde geröntgt, und auch das Herz (EKG) wurde kontrolliert. Als es hell wurde, durfte ich sie endlich in Empfang nehmen. Wir waren auf der anderen Inselseite im Krankenhaus. Also noch einen heißen Tee und ein belegtes Brötchen. In der Konditorei ein paar von den tollen Süßigkeiten für die Nachbarn mitgenommen und mit dem Taxi wieder zurück. Hier ein Link zu dem Bericht am nächsten Tag, in den Lokalnachrichten. Hier ist die Schlucht Farángi Perivolakíon. Und ein Bericht darüber.
Nach diesem Abenteuer habe ich mir erstmal ein paar Tage Ruhe gegönnt und meine Fotos aufgearbeitet. Aber lang hat das nicht angehalten, und auf ging es zur nächsten Moped-Tour. Kleine Wege in den südöstlichen Bergen standen auf dem Programm. Seht selbst:
Ich war echt angetan von der Strecke.
Aber die Ortsdurchfahrten wären nichts für den LKW gewesen, das war mit dem Moped schon deutlich entspannter.
Ich habe auch den ersten leichten Schnee gesehen.
Es war mal wieder Einkaufen angesagt und da wir wirklich auch mal Regen hatten, habe ich es um einen Tag verschieben müssen. Wieder mal ein paar Nebenstrecken rausgesucht:
Am Anfang gleich eine Lehmstrecke, ich hatte schon gedacht, dass ich es diesmal übertrieben habe.
Aber die Strecke wurde besser. Überwiegend Asphalt und fester Schotter. Nun ging auch mal die Zeit an dem tollen Platz zu Ende. Ich wollte ja eigentlich schon eine Woche früher weg, aber durch die Rettungsaktion von Manela haben wir uns am folgenden Wochenende noch einmal mit unseren griechischen Nachbarn getroffen und gegessen. Ein Bild vom letzten Sonnenuntergang auf diesem Stellplatz.
Am nächsten Tag ging es endlich Richtung Westen, und das Wetter wurde schlechter. War aber eh ein Fahr- und Einkaufstag, also nicht viel verpasst.
So, das war es erstmal. Wir sind nicht bis zum nächsten Stellplatz gekommen, sind wie üblich erst zu spät losgefahren und haben auch zu viel Zeit beim Einkauf gebraucht.
Also beim Kulturpunkt über Nacht geblieben und dann früh auf ins Museum und die Ruinen unsicher gemacht. Bei den Ruinen handelt es sich um die uralte Stadt Gortyn, einer Hochkultur vor den Griechen, die Minoische Kultur und der mystische König Minos. Zwischen 1200 und 900 v. Chr. wurden sie dann von den Dorern (Griechen) langsam verdrängt. Die dann die Stadt übernahmen und sie nach ihrem Gusto umgestalteten. Hier fand der berühmte Hannibal Asyl. 169 v. Chr. hat sich dann das Römische Reich Kreta einverleibt und Gortyn wurde Inselhauptstadt. So, genug Geschichte, Bilder :-) Fangen wir mit dem Museum an.
Neben den üblichen verfallenen Ruinen und Statuen zeichnet sich das Freilandmuseum durch seine schönen alten Bäume aus, die uns zur Zeit des Besuches mit vielen frischen Mandarinen und Zitronen erfreuten. Und natürlich gibt es das berühmte Stadtrecht von Gortys, das älteste noch vorhandene Gesetz, besser ältester Gesetzestext von Europa.
Weiter mit alten Steinen und Bäumen.
Das Gigantische ist das Ausmaß der Ruinenfelder. Das war mal eine Großstadt. So findet man rund um das Museum unter jedem Olivenbaum auch noch Reste der Stadt. Mauern, bearbeitete Steine und sonstiges. Auf dem Weg zu den größeren Ausgrabungsfeldern sind wir durch alte Olivenplantagen gegangen. Seht euch die schönen alten Bäume an.
Nach dem Ägyptischen Tempel ging es weiter zum Tempel des Apollon und dem Prätorium.
Weiter ging es wieder ans Meer, mitten durch die Berge.
Der neue Tag begrüßte uns am Standplatz schon mal mit einem tollen Sonnenaufgang.
Nach dem üblichen Vormittagsstress (was frühstücke ich, wie bereite ich es zu und natürlich dem Einnehmen des Frühstückes selber) ging es los zur Erkundung dieses Strandabschnittes.
Die Landschaft, in die wir dann gerade gekommen sind, hat sich mal wieder sehr positiv von den sonstigen Stränden abgehoben. Hier war man sich sicher, dass sich jeder Wanderkilometer rentiert.
Noch ein paar Bilder vom Standplatz gemacht und weiter geht es.
Wir sind im Süden geblieben, aber um weiter in den Westen auf Kretas Südseite zu kommen, muss man erst mal über die Berge.
Man findet an den unmöglichsten Stellen in Griechenland Kirchen, Kapellen und Klöster. In der Regel leer, aber gepflegt.
Diese hier war besonders schön gelegen, wahrlich in den Berg hinein geschmiegt. Auch innen zugänglich wie die meisten dieser Mini-Kirchen.
Weiter geht es Richtung Meer.
Toller Standplatz, aber man musste erst durch ein paar Absperrungen durch.
Noch die Zeit genommen, den Sonnenuntergang zu genießen, so geht ein Tag mit sehr vielen Eindrücken zu Ende.
Nach einem ruhigen Sonntag... ...ging es weiter.
Wir sind zwar im Süden geblieben, aber um in den westlichsten Teil des Südens zu kommen, muss man erst mal komplett in den Norden über die Berge.
Aber der hohe Schnee war nur ganz oben, und auch die Schneeketten konnten bleiben, wo sie sind.
Da haben wir unseren westlichsten Stellplatz erreicht und an der Westküste den südlichsten.
Auch von hier geht man mal los, um sein Umfeld zu entdecken. Und je nach dem wie interessant die Umgebung ist, kommt man mit mehr oder weniger Fotos wieder zurück. :-)
Natürlich gibt es hier auch ein Kloster, das aber geschlossen ist.
Dann gab es noch ein Schild zu einem Strand, der sogar nach ewigem Laufen aufgetaucht ist. Da war ich überwältigt. Hätte ich noch eine Woche mehr gehabt, wäre ich dort auch noch ein paar Tage geblieben.
Natürlich durfte man dann auch wieder zurück laufen. Ich versuche nach Möglichkeit immer anders zu laufen als beim Hinweg, um noch mehr zu sehen.
Wieder zurück im Dorf fällt der Blick auf Sachen, die ich so noch nicht gesehen habe.
Bevor wir am nächsten Tag weitergefahren sind, habe ich nochmal ausgiebig den Standplatz fotografiert. Hier wäre ich gerne auch ein paar Tage länger geblieben.
So, nun ging es wieder Richtung Norden. Nicht weit weg von der Küste, aber die Straßen sind dort nicht für große Fahrzeuge vorgesehen.
Aber zunächst mal einen Überblick, wie es um das Auto herum überhaupt aussieht.
Leider ist alles mehr oder weniger eingezäunt, etwas was ich in vielen südlichen Ländern gesehen habe. Immer der verzweifelte Versuch, etwas zu sichern, was einem sowieso auf Dauer nicht gehören wird und der Zerfall dieser Sicherungsversuche. Auch die Ziegen, sogar Schafe lassen sich auf Dauer nicht dadurch einsperren. Aber die zerfallenen Zäune sehen nicht nur nicht sonderlich gut aus, nein sie bergen auch ein nicht unerhebliches Verletzungsrisiko für Mensch und Tier. Da sich eh keiner daran hält und wenn sie nicht immer auf den neuesten Stand modernisiert werden, sind diese Sicherungseinrichtungen doch eh sinnlos und nur gefährlich.
Aber los geht es in die alte Piratenstadt (besser in den nicht kostenpflichtigen Teil) und an die Küste, dort soll auch noch ein altes Schiffswrack liegen.
Schiffswrack gefunden :-) Weiter nach der Höhle gesucht!
Natürlich die Höhle nicht gefunden, aber dafür im Ruinenfeld einen antiken Keller.
Weiter in die entgegengesetzte Richtung.
Der nächste Tag beginnt wie bei vielen mit einem Blick aus der Haustür.
Einen alten Opel gefunden, der darauf wartet, dass ihn ein reicher Tourist rettet.
Bei der Einkaufstour hatten wir Glück und hatten einen Markttag erwischt. Es gab auch Bananen, sonnengereift und frisch von der Staude.
Nachdem die Lebensmittelvorräte wieder im grünen Bereich waren, ging es los mit den Pistenkilometern.
Belohnt wurden wir mit einem Traumplatz.
Neuer Tag mit einem frischen Frühstück und es gab mächtige Radieschen dazu.
Erst mal an den Strand. :-)
Auf und die nähere Umgebung erkunden. Natürlich gibt es auch gleich in der Nachbarschaft eine Ruine einer alten Stadt.
Hinter dem Ruinenfeld geht es weiter. Interessante Pflanzen.
Mich reizte mal, die alte Straße oder besser den Weg abzuschreiten. Hier mit dem LKW runter hätte mir wahrscheinlich ein bis zwei Tage Arbeit mit Spitzhacke und Schaufel eingebracht.
Oben angekommen ging es den neuen Weg wieder zurück. Der ist viel leichter, aber auch viel länger.
Im abgesperrten Bereich der Ausgrabungsstätte gab es ein nicht-zerfallenes Haus, das gut in Schuss war. Weil nicht so richtig abgesperrt, ging ich mal hinein und habe ein paar Fotos gemacht.
Bevor es wieder zum Auto ging, noch ein paar Stillleben.
Nach dem das Wasser ein wenig früher zu Ende ging als geplant, sind wir nicht auf den letzten Drücker zur Fähre gefahren. Einkaufen war auch angesagt und so bin ich drei Tage vor dem Fährtermin losgefahren. Die Fähre ging von Iraklion der Hauptstadt von Kreta weg. Nach dem Einkauf und dem Auffüllen des Wassertanks wollten wir mal sehen, ob es nicht auch noch einen schönen Platz geben würde, für die letzten Tage. Leider machte auch die Kupplung Probleme. Aber nach dem Auffüllen der Kupplungsflüssigkeit, waren die wieder verschwunden. Da man aber in einem intakten hydraulischen System nie was auffüllen muss, habe ich mir dabei schon meine Gedanken gemacht. Beim Einkaufen, auf dem Parkplatz, hatte ich dann eine feuchte Stelle unter dem Auto. Nach einer kurzen Geschmacksprobe habe ich es ganz klar als Bremsflüssigkeit identifiziert (wird beim Mercedes 1017 auch als Kupplungsflüssigkeit verwendet), aber nicht das Leck gefunden. Beim Wasser-Auffüllen hatte ich ein wenig mehr Ruhe und siehe da, in dem Rahmeninnenteil, wo die Kupplungsleitung verläuft, war es feucht, eigentlich eher nass. Nach einigem Hin und Her konnte ich die Kupplungsleitung freilegen und die war daraufhin so beleidigt, dass kein Kuppeln mit der von Korrosion beschädigten Leitung möglich war. Also bin ich bis zu einem Vorort von Iraklion ohne Kupplung gefahren. Was nach einem Überbrücken der Anlassersperre am Getriebe möglich wurde. Kurz, ein Mercedes NG1017A lässt sich ohne Kupplung ganz beschissen schalten. Der neue Standplatz.
Motorrad runternehmen und Kupplungsleitung ausbauen war relativ schnell erledigt.
Aber wie immer gibt es irgendwo ein Hindernis. Jemanden zu finden, der eine Druckleitung bördeln kann. In der heutigen Zeit kann wahrscheinlich so ein Mechaniker nur noch im Online-Programm eine Leitung raussuchen und sie bestellen. Das ist auf Kreta nicht anders als in Deutschland. Sie sind nicht mehr fähig eine 10 min. Arbeit auszuführen, sondern müssen einen Bestellvorgang anleiern der 5 Arbeiter je 15 bis 30 min. beschäftigt und sich der ganze Vorgang bis zum Erhalt der Leitung auf 3 bis 14 Tage hinauszieht. Ich war mir sicher, dass es aber auch in Iraklion jemanden geben muss, der noch in der Lage ist so eine Leitung anzufertigen. Das Problem ist, ihn halt zu finden. Keine Sprach- und Ortskenntnis machen das natürlich nicht leichter. Alle waren hilfsbereit und so begann die Suche. Man fährt von A nach B, weiter nach C und dann wieder ganz nah an B, um dann in der Nähe von D zufällig einen zu finden, der jemanden kennt, der vielleicht weiß wo und wie. So ist es auch dann gekommen. Aber dieser jemand hat sich dann auch die Leitung vergolden lassen. Ich sollte drei Stunden später wieder kommen. Ich habe eine neue Leitung bekommen (ca. 1 m) im Wert von 90 Ct. mit meinen zwei alten Schraubnippeln und durfte für das Bördeln noch 49 Euro drauflegen. Na ja, man nimmt es von den Lebenden, von den Toten bekommt man ja nichts mehr. Arschloch Nr. 2 auf meiner Griechenlandreise. Leider. Aber so gesehen ist Griechenland immer noch sehr im Plus und ich werde insgesamt gesehen immer wieder gerne nach Griechenland und auch besonders nach Kreta kommen. Mir hat das Land und auch die Bevölkerung sehr gut gefallen und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Zurück, eingebaut und wieder das Motorrad verladen. Der LKW war nun fit für die Reise nach Deutschland.
Also noch die Zeit gefunden um sich Agia Pelagia näher anzusehen.
In der Hauptstadt habe ich noch versucht Gas aufzufüllen, aber das Füllwerk hat nur noch Großkunden bedient. So habe ich das auf den Aufenthalt in Athen verschoben und bin langsam Richtung Hafen gefahren. Dort gab es mit meinen Fährtickets überhaupt keine Probleme und die Überfahrt konnte beginnen.
Fazit von Kreta. Ich bin von Land und Leuten begeistert. Das war bis jetzt das Beste von Griechenland. Ich bin mir sicher, dass ich die Insel mal wieder besuchen will.
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