Abfahrt
Spanien 1
Spanien 2
Abschluss
Bettellink |
Reise 2025-26
Einfach oder einfach nur
langweilig?
Einleitung
Ich werde alt. Daran gibt es
nichts zu rütteln. War 40 schon schlimm, 50 undenkbar und dieses
Jahr werde ich 60.
Nie in meinem Leben war Altwerden mein Ziel. Leben, ja in vollen
Zügen und mit allen Risiken. Dass so lange es geht.
Mit 16 wurde mir bei einem Unfall sehr intensiv bewusst, das Leben
ist endlich.
Meine Entscheidung war nicht die der Masse - ich verleugnete es
nicht (das Leben und seine Endlichkeit), lebe ängstlich oder
vorsichtig.
Nun mit 60 werde ich in mein letztes Lebensdrittel einsteigen und
bin unvorbereitet.
Mein biologischer Lebenszweck ist auch rum (weiterleiten meiner
Erbinformation).
Also sieht man die Partnerinnen mit anderen Augen. Was schlimmer
ist - mit offen Augen.
Wie andere, die ihre Lebensangst ihr ganzes Leben lang weggeleugnet haben und es geheuchelt als Vernunft und
Zukunftssicherheit gelebt haben, geht bei mir ja auch nicht.
Ich glaube ich bekomme eine Altersdepression...
Deswegen wohl meine Antriebslosigkeit. Ich hoffe mal, das geht
vorbei, aber so lange werde ich wohl nicht soviel erleben und auch
weniger zu berichten haben.
Starten wir mit dem letzten Bild meiner letzten Reise. Es passt
einfach so gut.
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Zum ersten mal länger mit Anhänger unterwegs. Der
Anhänger ist mit meinen Werkzeug beladen, Erzsatzteilen und Teilen
von meinem Leben.
Werkzeug und Ersatzteile halten sich und werden nur sehr langsam
weniger. Mein altes Leben schwindet da schneller. Um es vorweg zu
nehmen: ja, den Anhänger hätte ich mir sparen können. Aber ich
kann was Gutes nicht einfach wegschmeißen und die Erinnerungen
verblassen halt auch nicht so schnell. Mir kann man auch
vorwerfen, ich bin ein Werkzeugfetischist. :-) Habe aber noch
nie eine Rohrzange mit ins Bett genommen - die bleibt im Hänger :-)
.
Und von der Vernunft her hatte mein Freund Kami auch
recht, dass ich mir halt einen Platz in Franken suchen sollte wo er
in Ruhe stehen kann. Aber ich und Vernunft... Also wurde er mit
nach Spanien geschleppt, da sind die Straßen breiter als im
Süden von Italien. Auch wenn ich das Teil schon habe wird auch mal
eine Reise damit gemacht (ich weiß, schwachsinnige Begründung).
Hier mein erster Standplatz und
ich konnte mich schon von Schnee zu Regenwetter verbessern...
Ach ja, das neue Moped durfte im Hänger mitfahren, viel trockener
und sauberer.
Nochmal die mitgebrachten fränkischen Leckereien aufessen, am
nächsten Tag bin ich ja schon in Frankreich.
Ein weiterer Grund für den ruhigeren
Abschnitt sind die Finanzen.
Weil die Irakreise nicht wie geplant mit dem Moped, sondern mit
einem frisch angeschafften Gespann gefahren werden musste, von dem
auch fast nichts finanziell übrig blieb (dass mir die Gespann
Fahrerei riesigen Spaß gemacht hat und dass es auch für die Reise
das Bessere war, macht mich für das finanzielle Desaster nicht
blind).
Als nächstes ist meine Kamera nicht mehr richtig gegangen, also
da auch eine „neue gebrauchte“ angeschafft. Zwar Glück gehabt und
günstig bekommen, aber knappe 2 Monate später musst sie zum
Werkskundendienst und damit war es vorbei mit günstig. Das Zweittelefon
hat einen Displayschaden aus dem Irak mitgebracht (nein -
kein Sprung, sondern Schattenbilder) durfte im LKW nun als
Musikbox dienen. Mein Gasherd ist defekt geworden und der Mausschaden
im LKW war nach der Rückkehr auch nicht ohne.
Bevor ich losgekommen bin, habe ich mir zur Sicherheit noch ein
neues Laptop angeschafft. Nein, nicht als Ersatz für mein Großes,
sondern dass ich mir keine Teures mit falscher Tastatur irgendwo
im Ausland leisten muss, weil mein großes regelmäßig Fehler hat (nie wieder etwas von HP).
Nach der Abfahrt in Franken eine neue Vorderachse. Ansonsten halt
andauernd irgend was am Laster, nichts großes, aber halt immer
wieder.
Zurück, den Hänger fahrfertig machen und TÜV, beim LKW natürlich
auch TÜV, ASU und die eine und andere Kleinigkeit.
Mein Erst-Telefon wurde beim Laden heiß, also musste auch ein neues her.
Neuer Motorradhelm und Jacke, sowie dann auch noch neues Moped.
Kaum in Spanien die Wasser Versorgung und ich werde wohl neue
Batterien brauchen (im Wohnteil, die im LKW sind ja nach der Irak
Rückkehr erneuert worden).
Im einzeln nichts was mich umbringt (naja, die Achse und das neue
Moped waren schon heftig), aber in der Summe merkt man das
schon.
Bei den Reifen hatte ich bei der Rückfahrt auch
einen Platten, und da konnte ich zwar zwei neu und günstig bekommen,
aber ich hätte alle vier nehmen sollen.
Kurz vor der französischen Grenzen im Stau kurz
vor dem Ende einer Wanderbaustelle, am Ende eines
Beschleunigungsstreifens einer Autobahnauffahrt hatte ich dann
hinten rechts einen Platten.
Also das einzig Positive war, dass es rechts war. Naja, da das Moped
im Hänger war musste ich es nicht erst abladen, damit ich den Reifen
runterbekommen habe.
Am Ende der Auffahrt wurden drei enge Fahrbahnen (weil ja
Baustelle) zu einer. Der Stau kam zum Stillstand, oder fast.
Leichter Regen um die 0°C. Was will man mehr. Es war
relativ schnell die Polizei da und zu meiner Überraschung
freundlich und sogar hilfsbereit. Sie haben die Absicherung
übernommen und beim Öffnen der Radmuttern geholfen. Lustigerweise
war der Reservereifen fast platt (es war keine 7 Tage her, dass ich
den Luftdruck kontrolliert habe). Ich weiß nicht warum, aber mein
Werkzeug zum Luftauffüllen hat auch versagt. So bin ich mit 30km/h
unter Blaulichtbegleitung zur nächsten Ausfahrt gehumpelt
(gehumpelt ist übertrieben , ich hatte noch 1,2bar drin) ich war
körperlich nicht mehr in der Lage noch einen Reifen zu wechseln
(hatte ja zwei dabei). Bei der Ausfahrt hatte ich Glück, es gab eine
Tankstelle mit LKW-Reifen-Füllstation. Der Reifen hält seitdem
perfekt die Luft, keine Ahnung was das war. Mein
Reifenfüllwerkzeug leistet auch wieder perfekt seinen Dienst ohne
dass ich was daran gemacht habe ???
In Spanien ist auch der neue Kupplungsgeberzylinder kaputt
gegangen.
So genug gejammert - weiter mit dem Übernachtungsplatz in
Frankreich.
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Es wurde schon besser - ca. 5°C und Nieselregen.
:-)
Am Nachmittag war ein Lichtstreif am Horizont zu erkennen.
Abends noch einen schönen Stellplatz gefunden,
ist mit Anhänger nicht mehr so einfach.
Es war zwar in der
Nacht und morgens kalt, aber bis ich los gefahren bin kam die Sonne
raus und war auch meine Begleitung Richtung Spanien.
Bei meinem letzten Übernachtungsplatz in
Frankreich hatte ich Glück. Sehr schöner Platz. Es war was frei
für mein Gespann. Na gut, musste auf den Platz ein wenig abseits,
weil der Fotopanorama-Platz schon von zwei Expeditions-
Mobilen blockiert war. War halb so schlimm, dank der geschützen Lage
war es beim heftigen Wind in der Nacht trotzdem ruhig.
Genau an der spanischen Grenze. Die Hügel über dem
Meer sind schon Spanien. Ich habe spontan beschlossen ein wenig
länger zu bleiben.
Nicht viel gemacht, ausgeschlafen, spazierengegangen, Zeit haben.
Nochmal ein Blick Richtung Frankreich. Mir ist
aufgefallen, dass ich dort garnicht einkaufen war.
Komisch, dass ich das ausgelassen habe...
Bin problemlos mautfrei durch Frankreich gekommen.
Am nächsten Morgen war es sehr windig, also kurzerhand weitergefahren.
Sonntags war nicht sehr viel auf den Straßen los, deswegen war ich
ungeplant kurz vor 21:00 Uhr schon in Pego,
wo ich auch hinwollte.
Laut meiner Tankuhr war der Dieselverbrauch auch
sehr zufriedenstellend. Ich kenne meine Tankuhr und laut der
sollte ich problemlos noch bis Pego an die Tankstelle kommen.
Naja, 100m vor Pego und ca. 500m vor der Tankstelle war ich ohne
Diesel. Mann, war mir das peinlich. Aber auch noch lösbar.
Hier die Schwarz-Weiß-Bilder
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Klick mich
Wenn ihr die Bilder herunterladet, dann
könnt ihr euch mit einem guten Bildbetrachter wie z.B.
Fast Stone Viewer https://www.faststone.org/
an.
Oder ihr
könnt unter Firefox ein Addon installieren, wie z.B.
ExifViewer. Er zeigt euch die Koordinaten und man kann
sie dann in einer Kartenseite öffnen.
Viel
Spaß dabei!
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